Stars von gestern, heute und morgen
Altig, Wolfshohl, Junkermann, Thaler, Thurau, Ludwig, Heppner, Zabel, Bölts und
Ullrich! Namen, die für großartige Leistungen in berühmten Radrennen stehen. Ob Tour de
France, Giro d`Italia, Klassiker, Weltcup-Rennen oder Weltmeisterschaften deutsche
Radsportler und das Team Deutsche Telekom sind immer vorne dabei. Große Hoffnungen im
deutschen Radsport verbinden sich mit den Namen Jan Ullrich, der in Oslo 1993 als erst
19jähriger Straßenweltmeister der Amateure wurde und seit 1995 zum Profi-Peloton
gehört. 1997 konnte Jan Ullrich die Tour de France gewinnen, nachdem er bereits 1996 den
hervorragenden zweiten Platz belegte.
Erste Renn-Versuche machen die Schüler unter Aufsicht ausgebildeter Trainer und
Übungsleiter, erste Einsätze im Nationaltrikot sind für Jugendliche ab 16 Jahre
möglich, und die große Welt des Radsports steht den Stars auf den schmalen Reifen mit 18
Jahren offen. Weltmeisterschaften und Olympische Spiele für Männer und Frauen,
Klassiker, Giro und Tour als Berufsfahrer und unzählige Rundfahrten auf allen
Kontinenten.
Straßenrennsport
Allein gegen die Uhr, beim Mannschaftszeitfahren oder im großen Feld. Straßenrennsport
verlangt viel Training, Härte, Ausdauer und Teamgeist.
Bei den Schülern und Jugendlichen sind die Rennen zwischen 10 und 80 km lang. Frauen
legen Renndistanzen bis 130 km, Amateure bis 200 und Berufsfahrer bis 280 km zurück. Man
unterscheidet Rundstreckenrennen, Eintages-Straßenrennen und Etappenfahrten.
Bahnrennsport
Sprint, Zweiermannschaftsfahren, Mannschafts- und Einer-Verfolgung oder Punktefahren sind
Disziplinen des Bahnrennsports. Die Distanzen sind kürzer als auf der Straße, dafür
wird schneller gefahren und mehr taktiert. Bekannteste Bahnrennen in der Halle sind die
Sechstagerennen. Hallenpisten sind zwischen 160 m und 250 m lang, Bahnen im Freien von 250
m bis über 400 m. Gefahren wird auf Holz, Asphalt oder Beton.
weitere Infos zum Bahnradsport
Querfeldein-Radrennen (Cross)
Über Stock und Stein, bei Wind und Wetter, geht es im Herbst und Winter für die
Querfeldein- Spezialisten. Hier kommt es darauf an, gut laufen zu können, denn die
Strecken sind meistens im Wald oder auf einem Feld abgesteckt. Kurze Laufpassagen mit dem
Rad einen Hang hinauf oder im Sattel sitzend eine Treppe hinunter gehören zur
Grundausbildung. Crossfahrer sind Steuerkünstler und scheuen weder Regen, Schnee noch
Eis.
Mountainbiking (MTB)
Fernab von den Straßen, auf befestigten Wald- und Feldwegen, betreiben die Mountainbiker
ihren Sport. Diese ursprünglich aus Amerika kommende Radsportart hat sich mittlerweile
auch auf dem > alten Kontinent < etabliert. Speziell konstruierte Räder erleichtern
das Fahren im Gelände, egal ob bergauf oder bergab.
Der Bund Deutscher Radfahrer hat diese Disziplin 1989 offiziell in sein
Wettkampfprogramm aufgenommen. Seit 1991 gibt es neben der Deutschen Meisterschaft eine
Jahresrennserie, die der Bundesliga der Straßen- und Bahnradsportler entspricht.
Bicycle Moto Cross (BMX)
Eine weitere Off-road-Disziplin ist überwiegend Kindern und Jugendlichen vorbehalten:
BMX. Auf speziellen Sandbahnen, die zwischen 300 und 400 Meter lang, mit Hindernissen und
scharfen Kurven gespickt sind, fahren die ihre Rennen. BMX feierte 1991 sein 10jähriges
Jubiläum in Deutschland.
Fahrrad-Trial
Geschwindigkeit ist nicht das Hauptmerkmal des Fahrrad-Trial. Wichtiger ist eine
technische einwandfreie Fahrt. In freier Natur gestartete Trial-Wettbewerbe erfordern viel
Geschicklichkeit vom Sportler, um natürliche Hindernisse, wie Felsbrocken oder
Baumstämme, ohne Fehler zu bewältigen. Strafpunkte werden vergeben, wenn Sportler Füße
oder Hände benutzen, um das Gleichgewicht wiederzuerlangen. Fahrrad-Trial ist besonders
beliebt bei Jugendlichen. Es kann aufgrund seiner technischen Anforderungen als Basis für
alle Radsportarten angesehen werden. Außer 20" Spezialrädern wird auch 26" MTB
gerne eingesetzt.
Perfektion auf 2-Rädern: Kunstradsport
Dornstandsteiger rückwärts so z.B. heißt eine Übung, die Kunstradfahrer beherschen müssen. Behutsam und in kleinen Schritten
werden Anfänger geschult, um einmal hohe Schwierigkeitsgrade zu meistern. Akrobatisch
sieht es aus, was schon kleine Jungen und Mädchen auf 2-Rädern zeigen. Ästhetik,
Eleganz und perfekte Körperbeherrschung kennzeichnen diesen Sport, in dem der Bund
Deutscher Radfahrer schon seit Jahren führend ist.
Bei den Weltmeisterschaften im Kunstradfahren und Radball 1993 in Hongkong gewannen unsere
Sportler die 100. Goldmedaille.
weitere Infos zum Kunstradsport
Radball / Radpolo
Lieben Sie es kampfbetonter, dynamischer, spannender? Dann ist Radball angesagt. Meistens
auf den Pedalen stehend, zirkeln Könner per Vorderrad den mit Roßhaaren gefüllten Ball
genau ins Tor. Entweder zwei oder fünf Spieler bilden eine Mannschaft. Mädchen und
Frauen spielen Radpolo. Dabei ist der Ball kleiner und wird mit einem Polostock gespielt.
weitere Infos zum Radball / Radpolo