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Doping-Folgen: Keine Rheinland-Pfalz-Rundfahrt 2008 |
meische

Registriert am: 01.09.2003
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| Geschrieben 30.01.2008 um 21:16  
Piti, herzlichen Dank den Link „FAZ: Radsport in der Krise - Mit Schwung an die Wand“.
Aber leider auch hier nichts neues. Das fällt ebenso wie der Kommentar von Michael Eder unter die Rubrik Produzent der Unterhaltungsindustrie und Effekthascherei. Bitte lies Dir noch einmal den Text von Herrn Helmut Digel, Professor und Chef des Instituts für Sportwissenschaft der Universität Tübingen und Council-Mitglied des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF, auf den ich Dich in meinem Beitrag vom 28.01.2008 aufmerksam gemacht habe, durch. Evtl wird Deine Auswahl an Links mal etwas besser.
Die Massenmedien...definieren sich als Produzenten der Unterhaltungsindustrie...Prinzipien eines kritischen Journalismus treten in den Hintergrund...Besonders wurde dies am Beispiel der Dopingberichterstattung aus Anlass der Rad-WM in Stuttgart dokumentiert... Das Politiksystem... schloss sich den spektakulären Medienattacken an und wurde Teil des Spektakels... Fast alle Repräsentanten der Politik folgten den Vorlagen der Medien vorschnell ... Gerüchte werden wie Tatsachen präsentiert, Skandale wurden behauptet, ohne dass tragfähige empirische Befunde zur Verfügung standen. Im Nachhinein mussten sie erkennen, dass dies nur zu Bauchlandungen führen konnte. Funktionäre und Athleten sollten so lange als unschuldig gelten, bis das Gegenteil bewiesen ist …Wer wirklich einem Antidopingkampf verpflichtet ist, der muss sich auch dem Prinzip der Gleichbehandlung unterwerfen. Eine Turnweltmeisterschaft, ein Weltfinale der Leichtathletik, ein Boxkampf bei ARD oder ZDF, eine Rad-WM - sie alle müssen an den gleichen moralischen Maximen orientiert und gemessen werden … Der wirkliche Anti-Doping-Kampf bedarf des langem Atems und einer fundierten fachlichen Kompetenz….Nicht immer ist dabei Öffentlichkeit angesagt. Öffentlichkeit ist gerade im Antidopingkampf wohl ein demokratisches Gebot, doch sie hat zum richtigen Zeitpunkt zu erfolgen und den Schutz der Individuen zu gewährleisten. Auch dieser Rechtsanspruch besteht zu Recht in der Welt des Sports. Und er muss beachtet werden.
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Piti

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| Geschrieben 31.01.2008 um 09:20  
@ meische:
Michael Eder von der FAZ hat sich mit Otto Pätzold, Rudi Renz und Ewald Strohmeier unterhalten. Wenn Radsportfans nicht mal mehr hören wollen, was die Rennveranstalter zu sagen haben, dann muß ich wohl bald die letzte Hoffnung aufgeben.
Symptomatisch auch Dein Beitrag vom 14.01. (22:48 ), in dem Du Dich darüber beschwerst, warum ich die vielen Rennabsagen mit Doping in Verbindung bringe. Dies erinnert mich an eine längere Diskussion mit dem Betreuer eines deutschen Profiteams vor einem knappen Jahr, also just zu der Zeit, als Friedensfahrt, Züri Metzgete und LUK Challenge abgesagt wurden, und die Niedersachsen-Rundfahrt bereits einmal kurz vor dem Ende stand. Mein Argument, daß dies die ersten Auswirkungen des Dopingskandals seien, wollte er absolut nicht gelten lassen. Alles war schuld, nur nicht Doping! Er war sogar froh, zu schlechter organisierten Rennen nicht mehr anreisen zu müssen. Daß es immer erst die finanzschwachen Rennen trifft, dürfte klar sein. Für jeden, der nicht auf beiden Augen blind ist, war aber bereits im letzten Jahr klar, daß dies nur der Beginn einer Entwicklung war, die natürlich auch mit dem Ende der Ära Ullrich in Zusammenhang steht.
[ Diese Nachricht wurde editiert von : Piti am 31-01-2008 09:20 ]
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praktikant

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| Geschrieben 31.01.2008 um 10:24  
Hey Piti,
das ist was für Dich: Auch in Südafrika werden Rennen abgesagt! Skandal! Jetzt Du!
We the organisers of the Tour of South Africa regret to announce
the postponement of the 2008 event as we are unable to plan or operate
the race without the full and unequivocal support of the ALL the
constituent stakeholders.
In final re-negotiations Cycling South Africa has offered a 1 year
contract to us to organise the Tour of South Africa and our sponsors,
partners, and stakeholders cannot invest significant funds over such a
short timescale. We will seek to work closely with CSA to gain a
contractual agreement for 2009 and subsequent years in due course,
along the lines of our original signed contract.
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Piti

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| Geschrieben 31.01.2008 um 10:34  
@ praktikant:
Wäre noch interessant zu erfahren, was Du damit beweisen möchtest. Daß Rennen nicht nur aufgrund des Dopingskandals abgesagt werden? Daß Rennabsagen also auch andere Gründe haben können? Oder etwa daß die Folgen des Dopingskandals weltweit zu spüren sind? In allen diesen Punkten könnte ich Dir recht geben.
Michael Eder (FAZ) behauptet übrigens, daß die Deutschland-Tour noch als "halbwegs gesichert" gelten kann. Ich kann leider nicht erkennen, worauf sich diese Hoffnung stützen soll. Von 4 Hauptsponsoren sind 3 (Edeka, T-Mobile, Appenzeller Käse) abgesprungen. Bis heute konnte nicht ein Ersatzsponsor benannt werden.
[ Diese Nachricht wurde editiert von : Piti am 31-01-2008 10:35 ]
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Piti

Registriert am: 22.06.2007
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| Geschrieben 01.02.2008 um 14:47  
Auch in anderen Sportarten hat Doping mittlerweile Folgen!
sid: Finnlands Biathleten geraten ins Abseits
"Unmittelbar nachdem bekannt wurde, dass [Kaisa Varis] des EPO-Dopings überführt ist, haben die beiden wichtigsten Sponsoren, ein Autoverleiher sowie ein nationaler Stahl-Gigant, ihr finanzielles Engagement eingestellt."
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Piti

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| Geschrieben 01.02.2008 um 17:22  
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Piti

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| Geschrieben 03.02.2008 um 17:45  
@ Rudis Praktikanten (meische, radsportfan):
Ihr hattet Euch doch so sehr über die "Juniorenklasse U 23" echauffiert, eine Ausflucht, die übrigens auch Rudi schon bemüht hat.
Dann sollte Euch auch das folgende interessieren:
Die UCI hat auf ihrer Homepage folgenden Dopingfall veröffentlicht:
Kamil Dominian, Poland, POL19800109, Stanozolol
In Wirklichkeit heißt Kamil jedoch nicht Dominian, sondern Dominiak. Und er ist auch nicht 1980 geboren, wie uns die UCI glauben lassen möchte, sondern 1988. Sollte hier etwa vertuscht werden, daß ein Junior mit Stanozolol erwischt wurde?
Vermutlich ist es jedoch die übliche Unfähigkeit der Radsportverbände, in anderen Listen taucht er nämlich unter falschem Namen, aber mit richtigem Geburtsdatum auf...
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radsportfan

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| Geschrieben 03.02.2008 um 19:09  
Hi Piti,
irgendwie geht es nicht in Deine Birne, das es die Bezeichnung Junior nur bis zur U19 gibt, und nur darum ging es in meinem Beitrag. Mach Dich mal schlau über die jeweiligen Klassen, und freu Dich das jetzt auch ein " Junior " erwischt wurde. Übrigens ist Karneval, geh lieber feiern!
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meische

Registriert am: 01.09.2003
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| Geschrieben 03.02.2008 um 21:44  
Das ist doch mal ganz großer Sport. Ich hatte ja zumindest geglaubt das Piti Radsportler oder zumindest Radsportfan ist.
Piti: in einem anderen Beitrag schreibst Du das Du dir wünscht "mit deinen Kindern an irgendeiner Rennstrecke stehen zu können, um mit ihnen den Fahrern zuzujubeln, wie du es selbst von Kind auf getan hast".
Ich denke spätestens nach einer Saison an der Rennstrecke (auch als Zuschauer) kennt jeder den Unterschied zwischen Junioren und U23. Das Du diesen nicht kennst, was Dein Link zu dem Artikel "BDR nimmt Stellung zum Fall Patrik Sinkewitz" zeigt, macht mir deutlich das Du dich nicht unbedingt im Radsport auskennst und nicht alles was Du hier zum Besten gibst der Wahrheit entspricht. Wäre wirklich mal toll zu erfahren was Dich mit dem Radsport verbindet - schließlich verbringst Du hier etliche Stunden im Forum.
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Piti

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| Geschrieben 06.02.2008 um 10:10  
ÖRV-Jahresbericht 2007
"Mit Ende des Jahres 2006 beendete die Firma Uniqa das viele Jahre währende Verbandssponsoring. Die Suche nach Ersatz für den Ausfall der nicht unbeträchtlichen finanziellen Zuwendungen verlief bislang ergebnislos. Keinesfalls verbessert wird dieser Zustand durch die generell triste Situation, in der sich der globale Radsport nach den diversen Enthüllungen befindet, die ziemlich eindeutig auf organisiertes und flächendeckendes Doping hinweisen. Die Selbstreinigungskräfte des Sports versagen und die verantwortliche Institution (UCI), die durch geeignete Maßnahmen eine Änderung der fortschreitenden Paralyse herbeiführen könnte, leistet bis dato keinerlei Beitrag, um die beinahe unsichtbar gewordene Ethik und Moral im Radsport wieder wachsen zu lassen."
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