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Veröffentlicht am
20.07.2021 15:55:26

Cavendish zieht Tour-Bilanz: «Wenn man nicht aufgibt, kommen die guten Dinge zurück»

Mark Cavendish gewann vier Etappen und das Grüne Trikot bei der Tour de France 2021. Foto: Archiv/David Stockman/BELGA/dpa
Mark Cavendish gewann vier Etappen und das Grüne Trikot bei der Tour de France 2021. Foto: Archiv/David Stockman/BELGA/dpa

London (rad-net) - Mark Cavendish hat sein Comeback zum Erfolg Revue passieren lassen. Der Brite feierte bei der Tour de France in den vergangenen drei Wochen insgesamt vier Etappensiege, stellte damit den Etappenrekord von Eddy Merckx von 34 Erfolgen ein und erkämpfte sich zeitgleich das Grüne Trikot.

Noch vor einem Jahr waren die Aussichten Cavendishs auf ein weiteres Jahr als Profi ziemlich schlecht gewesen, als der Fahrer es verpasste einen neuen Vertrag abzuschließen. Der «Manxman» hatte zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Saisons ohne einen einzigen Sieg hinter sich gebracht und litt zeitgleich an den Folgen seiner Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus 2018.

Kurz vor der aktuellen Saison erhielt der Fahrer überraschend ein einjähriges Angebot vom belgischen Rennstall Deceuninck-Quick Step, in der Hoffnung, dort ein gebührendes Karriereende zu feiern. Doch der 36-Jährige überzeugte von Saisonbeginn an, arbeitete sich mit vier Etappensiegen bei der Türkei-Rundfahrt zurück nach oben und erhielt schließlich einen Platz im Kader der Tour de France, nachdem der Sprinter Sam Bennett verletzungsbedingt ausgefallen war.

«Um ehrlich zu sein konnte ich es gar nicht wirklich glauben, als ich vor drei Wochen darüber sprach, an den Start zu gehen», blickte Cavendish am Montag im Interview mit der «BBC» zurück. «2016 trug ich das Gelbe Trikot bei der Tour de France, gewann vier Etappen, wurde Weltmeister und Zweiter bei den Olympischen Spielen und feierte überall Höhepunkte, nur um anschließend nicht mehr in der Lage zu sein, ein einziges Rennen zu gewinnen. Ich hatte das Epstein-Barr-Virus und litt unter klinischen Depressionen. Ich war verletzt und meine Karriere war vorbei.»

Der entscheidende Motivationsfaktor, sich schließlich doch wieder aufzurappeln, seien seine Kinder gewesen, berichtete Cavendish weiter: «Ich möchte sie inspirieren. Was ich ihnen zeigen möchte ist, dass man niemals aufgeben sollte. Offensichtlich hatte ich es in den letzten Jahren schwer, aber wenn man immer weiterkämpft und nicht aufgibt, dann kommen die guten Dinge zu einem zurück.»

Und die Guten Dinge kamen zurück. Bereits in der ersten Woche der Tour de France gewann der Brite zwei Sprintetappen, bevor er im Laufe der Rundfahrt zwei weitere hinzufügte und mit Eddy Merckx‘ Rekord von 34 Etappen gleichzog. Zeitgleich führte der Ex-Weltmeister ab Tag vier die Sprintwertung an und gab in der letzten Woche der Frankreich-Rundfahrt bekannt, dass jetzt noch nicht an das Karriereende zu denken sei.

Den einzigen Rückschlag erfuhr Cavendish bei der diesjährigen Tour auf der Champs-Élysées. Hier verschätzte sich der Fahrer im prestigeträchtigen Schlusssprint und musste sich letztendlich mit dem dritten Platz hinter Wout van Aert (Jumbo-Visma) und Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) zufriedengeben: «Wir waren alle bereit. Am Ende habe ich aber einfach eine schlechte Entscheidung getroffen. Ich habe meinen Anfahrer verlassen und dachte, dass ich einen besseren Weg finden würde, aber das habe ich nicht. Ich habe die Jungs im Stich gelassen und wurde eingekesselt. Ich war enttäuscht, aber das Grüne Trikot auf dem Podium war dann ein Trostpflaster.»

Ob Cavendish im nächsten Jahr versuchen wird, den Merckx-Rekord zu brechen, ließ der Fahrer noch unbeantwortet. Diese Option liege noch ein ganzes Jahr in der Zukunft und jetzt wolle er sich erst einmal auf seine Familie konzentrieren, die letzten Wochen Revue passieren lassen und schauen, was in den nächsten Wochen auf ihn zukommt.