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Veröffentlicht am
05.01.2022 11:59:50

Van der Poel bricht Cross-Saison ab - Kein WM-Start

Mathieu van der Poel hat erneut Rückenprobleme. Foto: Alpecin-Fenix
Mathieu van der Poel hat erneut Rückenprobleme. Foto: Alpecin-Fenix

Kapellen (rad-net) - Mathieu van der Poel hat seine Cross-Saison wegen seiner anhaltenden Rückenprobleme abgebrochen. Der Querfeldein-Weltmeister wird deshalb auch nicht bei den Weltmeisterschaften in den USA antreten. Dies teilte sein Team Alpecin-Fenix jetzt mit.

«Ich kann nicht viel dazu sagen. Es ist, wie es ist. Aufgrund dieser Rückenschmerzen konnte ich seit der Tour de France mein gewünschtes Niveau nicht mehr erreichen. Ich möchte nur, dass das der Vergangenheit angehört», sagte Van der Poel in einem Statement.

Der Niederländer kämpft seit Mitte letzten Jahres immer wieder mit Schwellungen im Bandscheiben-Bereich und musste seinen Start in die Cross-Saison aufgrund einer zusätzlichen Knieverletzung verschieben. Beim Weltcup in Dendermonde fuhr er noch auf den zweiten Platz, musste tags darauf beim Superprestige in Heusden-Zolder aber aufgeben nachdem die Rückenschmerzen erneut aufflammten.

Einziges Heilmittel sei einer längere Pause. «Es wäre daher töricht, diese Ruhephase noch einmal zu unterbrechen und trotzdem zu versuchen, es zur WM zu schaffen. Darin sind wir uns alle einig. Auch wenn es sehr bitter ist – ich habe zehn Mal in Folge an der Cross-Weltmeisterschaft teilgenommen. Meinen Titel in den Staaten nicht verteidigen zu können, ist ein echter Wermutstropfen», erklärte der 26-Jährige weiter.

Sein Team Alpecin-Fenix werde ihn bei dem Heilungsprozess unterstützen und man wolle die optimale Lösung. «Und das geht nicht, wenn Zeitdruck für eine mögliche WM-Teilnahme in Fayetteville herrscht. Daher die Entscheidung, seine Cyclocross-Kampagne zu beenden», sagten die Teammanager Christoph und Philip Roodhooft. «Medizinisch gibt es keine Neuigkeiten zu vermelden. Mathieu hält die vorgeschriebene Ruhezeit ein, und die Verletzung wird vom medizinischen Personal und dem behandelnden Facharzt überwacht.»

Auf die Frage, wann Mathieu van der Poel wieder ins Renngeschehen einsteigen kann und wieder seine volle Stärke erreicht, haben weder er noch sein Team eine Antwort. «Spekulationen darüber, ob es Wochen oder Monate dauern wird, sind haltlos», betonen die Roodhoofst. Deshalb gibt es auch keine Garantien dafür, dass er die Frühjahrssaison auf der Straße mit Rennen wie Mailand-San Remo, der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix bestreiten kann. «Er wird seine Straßensaison erst beginnen, wenn die Verletzung auskuriert ist und er sich richtig darauf vorbereiten konnte. Im Moment macht es keinen Sinn, einen Termin dafür festzulegen.»

Für das Multitalent ist es ein weiterer Rückschlag, aber kein Grund zur Sorge: «Ich mache mir keine Sorgen um die Zukunft meiner Karriere, aber natürlich frustriert es mich jetzt, nicht zu wissen, wie lange diese Ruhezeit dauern wird.», sagte Van der Poel. «Wir werden nur dann einen Termin und Ziele festlegen, wenn wir dies begründet tun können. Bis dahin werde ich tun, was ich kann.»