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Veröffentlicht am
06.11.2022 16:13:04

Vanthourenhout zum ersten Mal Cross-Europameister

Namur (rad-net) - Michael Vanthourenhout ist neuer Europameister im Cross. Auf einer extrem rutschigen und matschigen Strecke setzte sich der Belgier vor Lars van der Haar (Niederlande), mit dem er sich ein packendes Duell lieferte, durch und feierte den größten Erfolg seiner Karriere.

Das Rennen der Männer war von vielen Rutschpartien, Stürzen und Defekten geprägt, von denen auch die Favoriten nicht verschont blieben. Allerdings ließ sich Van der Haar davon nicht beirren und machte sich bereits in der ersten Runde auf und davon. Eli Iserbyt (Belgien), der in dieser Saison bereits drei Weltcups gewinnen konnte und deshalb auch zu den Titelanwärtern gehörte, konnte die frühe Attacke nicht mitgehen und gab nach einem Sturz das Rennen später sogar auf.

Allerdings blieb auch Van der Haar nicht fehlerfrei. Er stürzte in der zweiten von neun Runden am Schräghang, was Vanthourenhout ermöglichte, aufzuschließen. Von da an entwickelte sich ein spannendes Duell. Im weiteren Verlauf schaffte es Van der Haar Vanthourenhout wieder abzuschütteln, aber der Belgier blieb in Schlagdistanz. Aber auch er ging zwischenzeitlich zu Boden.

Dann erlitt Van der Haar jedoch Reifenschaden, wodurch Vanthourenhout wieder herankam. Als das Duo dann wieder gemeinsam unterwegs war, unterlief Van der Haar der entscheidende Fehler und stürzte erneut. Damit war Vanthourenhout ihm enteilt. Der 28-Jährige gewann mit 40 Sekunden Vorsprung vor dem Vorjahressieger.

Den dritten Platz belegte Laurens Sweeck (Belgien), der sich frühzeitig schon auf Rang drei eingereiht hatte und diesen bis zum Schluss nicht mehr hergab. Er wies 2:17 Minuten Rückstand auf.

Der Deutsche Meister Marcel Meisen belegte den 15. Rang (+4:29) und sorgte damit für ein weiteres Top-20-Resultat bei diesen Titelkämpfen. Florian Hamm wurde mit Rundenrückstand 23. «Judith und Marcel sorgten für kleine Lichtblicke bei dieser EM», urteilte Bundestrainer Wolfgang Ruser. «Auch Fabian Eder hat als 22. nur knapp den Sprung unter die besten 20 bei den U23-Fahrern verpasst.»