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Veröffentlicht am
11.03.2021 13:56:03

BMX-Racer hoffen auf Weltcup in Stuttgart und Olympia-Qualifikation

Training unter Corona-Bedingungen: Die BMX-Fahrer trainieren derzeit mit Bundestrainer Florian Ludewig am Olympiastützpunkt Stuttgart. Foto: BDR
Training unter Corona-Bedingungen: Die BMX-Fahrer trainieren derzeit mit Bundestrainer Florian Ludewig am Olympiastützpunkt Stuttgart. Foto: BDR

Stuttgart (rad-net) - Ende März sollte es für die BMX-Fahrer losgehen: Der erste Europa-Cup stand im Kalender. Er wird nicht stattfinden, wurde wegen Corona in den Mai verlegt. Jetzt hoffen die BMX-Racer auf den Saisonauftakt Anfang April in Verona (Italien).

Denn dort konnten sie im letzten Jahr schon starten. Es war der einzige internationale Wettbewerb, bei dem Deutschlands BMX-Spezialisten punkten konnten. Der Start war aber wegen Corona nicht verpflichtend. Stefan Heil schaffte es damals ins Finale und würde auch gern im April am Start stehen, um seine Form zu testen und um zu wissen, wo er leistungsmäßig steht.

«Wir hatten lange keine Wettkämpfe, können uns international nicht messen. Da ist es ganz schwierig, über das Leistungsniveau zu urteilen», sagt Bundestrainer Florian Ludewig, der derzeit mit seinem Kader in Stuttgart ein Trainingslager absolviert. Coronakonform versteht sich. Der Olympiastützpunkt in Stuttgart bietet dafür sehr gute Bedingungen an der frischen Luft. Auch die Krafträume sind in Außenanlagen untergebracht.

Die Sportler stehen in den Startlöchern, wollen endlich wieder Rennen fahren. Und hoffen auf die Olympia-Qualifikation. Zwei Möglichkeiten gibt es: in Stuttgart Anfang Mai und in Bogota in Kolumbien Ende Mai. Dort sollen die letzten Qualifikationspunkte für Tokio vergeben werden. Bogota ist allerdings Hochrisikogebiet. Dorthin Sportler zu entsenden, ist fast nicht zu verantworten. Aber ohne Punkte kein Olympiastart. Bundestrainer Ludewig sieht die Lage schwierig: «Wir trainieren derzeit für diese beiden Events, aber wir werden kein Risiko eingehen», macht er deutlich, dass die Verantwortung für die Athleten höher zu bewerten ist als der sportliche Erfolg.

Die Spiele von Tokio betrachtet Ludewig mit gemischten Gefühlen: «Natürlich wäre es schön, wenn die Sportler wieder ein großes Ziel vor Augen hätten. Aber es werden völlig andere Spiele als sonst. Es wird wohl kaum Kontakt mit anderen Sportlern aus anderen Sportarten geben. Und das ist ja auch ein Reiz von Olympia.»

Auch der Weltcup in Stuttgart ist noch längst nicht sicher. Vieles wird von den behördlichen Auflagen abhängen und ob sie finanzierbar sind. Bei mehreren hundert Teilnehmern, die alle getestet werden müssten, kommt da schnell ein fünfstelliger Betrag zusammen. «Wer soll das bezahlen?», fragt Ludewig, der aber auch weiß, dass ein internationaler Wettkampf gerade von den Teilnehmern lebt. Für die Sportler wäre Stuttgart ein wichtiger Motivationsschub.

Mit Liam Webster (Cottbus), Stefan Heil (Kolbermoor) und Julian Schmidt (Ingersheim), der in Rio schon als Ersatzfahrer dabei war, hat Ludewig drei aussichtsreiche Olympia-Kandidaten in seinem Kader. «Liam ist derzeit sicher der Stärkste, Stefan hat sich sehr gut entwickelt und auch Julian hat sich wieder herangekämpft, nachdem er letzten Sommer in ein Loch gefallen ist», berichtet Ludewig.

Im Frauenbereich ist die Lage schwieriger, nachdem Aushängeschild Nadja Pries ihre Karriere beendet hat. Für Ludewig kam der Rücktritt nicht überraschend. «Das hat schon länger in ihr gearbeitet. Sie war zweimal verletzt, dann der Lockdown, sie war dann irgendwann nicht mehr bereit, das Risiko zu gehen, in ihrem Sport alles zu geben», erklärt Ludewig.

Auch beim weiblichen Nachwuchs sieht es eher düster aus. «In zwei, drei Jahren, da könnte wieder was kommen. Aber derzeit ist kein Ersatz für Nadja in Sicht», so Ludewig, der die Situation im Frauen-BMX allgemein schwierig sieht. «Es gibt fast fünfmal so viele Männer wie Frauen am Start», weiß der Bundestrainer und möchte das Interesse durch neue Maßnahmen bei der Nachwuchsgewinnung wecken. «Für die Nachwuchsgewinnung müssen Mädchen in einem Altersbereich von sechs bis zwölf Jahren angesprochen werden, die noch nicht in einem Verein aktiv sind», sagt der Cottbuser und will diese Zielgruppe über Sozial Media Kanäle wie «Tik Tok» oder «Instagram» ansprechen, wo sie Videos hochladen und darin ihr Talent beweisen könnten. «Durch die eingereichten Beiträge können so interessierte Mädchen erfasst und die besonders talentierten Mädchen erkannt werden» so Ludewig. Anschließend müsse dann der Kontakt zu nahelegenden Sportstätten und Vereinen hergestellt werden. Denn nur mit genügend Nachwuchssportlern kann man die Zukunft dieser interessanten olympischen Sportart sichern.