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Amtliches Organ und Medienpartner des BDR
Veröffentlicht am
04.02.2019 16:20:05

Van Aert: «Mathieu hat den WM-Titel verdient»

Wout van Aert musste nach drei Jahren sein WM-Trikot im Cross abgeben. Foto: Archiv/Michael Deines
Wout van Aert musste nach drei Jahren sein WM-Trikot im Cross abgeben. Foto: Archiv/Michael Deines

Bogense (rad-net) - Der dreifache Querfeldein-Weltmeister Wout Van Aert musste sich bei den Titlkämpfen im dänischen Bogense mit der Silbermedaille zufrieden geben, während der Niederländer Mathieu van der Poel zu seinem ersten Regenbogentrikot seit 2015 fuhr. Van Aert sagte jedoch, dass sein Kontrahent verdient Weltmeister geworden ist.

«Ich habe gekämpft, bin so schnell wie möglich gefahren und wie jeder muss auch ich zugeben, dass Mathieu heute stärker war. Er hat es verdient, Weltmeister zu sein», sagte der Belgier gegenüber Sporza.

Van Aert sei erleichtert, dass die Cross-Saison nun zu Ende geht, nachdem sie einige Monate auch mit rechtlichen Auseinandersetzungen um seinen Vertrag gespickt war. Er wird lediglich am Mittwoch noch beim Brico Cross in Maldegem fahren. «Ich bin sehr erleichtert, dass heute vorbei ist», erklärte Van Aert nach dem WM-Rennen. «Ich kann ruhig dieses Trikot ausziehen und es fühlt sich an, als ob mir eine Last von den Schultern fällt. Ich habe das Gefühl, alles getan zu haben, was ich kann, und das gibt mir Ruhe.»

Van der Poel ging als Favorit ins Rennen und gewann den Titel nach seiner dominanten Vorstellung in diesem Winter. Seine Fähigkeit, sich den Weltmeistertitel erneut zu sichern, wurde aber nur aufgrund seiner Leistungen in den letzten drei WM-Rennen in Frage gestellt, bei denen er auch als Favorit auftrat und von Van Aert geschlagen wurde. Van der Poel enttäuschte dieses Mal nicht, er erwies sich nicht nur als der stärkste Fahrer bei der Weltmeisterschaft, sondern auch als der technisch versierteste für den flachen und schnellen Kurs in Bogense.

Van Aert reagierte auf Van der Poels starken Angriff in der Mitte des Rennens und schloss einen Fünf-Sekunden-Abstand zum Niederländer. Ein leichtes Wackeln von Van Aert entlang des Steilhangs kostete jedoch wertvolle Zeit, die er nicht zurückgewinnen konnte. «Unsere einzige Chance bestand darin, so lange wie möglich bei Mathieu zu bleiben, deshalb mussten wir es am Anfang erzwingen», erklärte Van Aert. «Ich bin wieder zu Mathieu gefahren, aber während der Runde war ich so kaputt, dass ich auf der Schräge einen Fehler gemacht habe, wodurch Mathieu wieder ein paar Sekunden gutmachte. Er entkam und fuhr schneller als ich», bilanzierte der 24-Jährige.

Van Aert wird sich nun nach einer Pause auf die Straßensaison konzentrieren. Ab März fährt er für das niederländische WorldTour-Team Jumbo-Visma, wo er kürzlich einen Dreijahresvertrag unterzeichnete.