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Veröffentlicht am
16.07.2022 20:52:33

EM-Silber für Höhne und Jochum - U23-Verfolgerinnen holen Bronze

U19-Bundestrainer Marcel Franz freut sich mit Ben Jochum über Silber in der 3000-Meter-Einerverfolgung. Foto: BDR
U19-Bundestrainer Marcel Franz freut sich mit Ben Jochum über Silber in der 3000-Meter-Einerverfolgung. Foto: BDR

Anadia (rad-net) - Auch am dritten Wettkampftag der Bahn-Europameisterschaften der U23 und U19 sind die Deutschen erfolgreich: Anton Höhne gewann Silber im 1000-Meter-Zeitfahren der Männer U23. Ebenfalls Silber gab es für Ben-Felix Jochum in der Einerverfolgung der Junioren. Die U23-Verfolgerinnen fuhren zu Bronze.

Höhne benötigte 1:01,316 Minuten und belegte mit vier Zehntelsekunden Rückstand zu Matteo Bianchi aus Italien, der in 1:00,911 Minuten Bestzeit fuhr, den zweiten Platz. Um nur fünf Hunderstelsekunden verpasste der zweite deutsche Starter, Willy Weinrich, das Podest. In 1:01,593 Minuten wurde er Vierter hinter Hayden Norris (1:01,541/Großbritannien).

Jochum musste sich in einem sehr spannenden und hart umkämpften Finale nur knapp Luca Giami geschlagen geben. Der 18-Jährige hatte zu Beginn eine halbe Sekunde hinter dem Italiener gelegen, doch zur Hälfte der 3000 Meter langen Distanz drehte er auf, machte immer mehr Boden gut und lag bis in die Schlussrunde hinein sogar in Führung. Doch auch Giamo hatte noch einmal etwas zuzusetzen und gewann schließlich in 3:10,784 Minuten mit weniger als acht Hunderstelsekunden vor Jochum, für den die Zeit bei 3:10,861 Minuten stoppte. Joshua Tarling (3:13,478/Großbritannien) gewann Bronze gegen Milan van den Haute (3:15,576). Der zweite deutsche Starter, Jasper Schröder, kam auf den fünften Platz.

Im Kleinen Finale der Mannschaftsverfolgung der Frauen U23 waren Hanna Dopjans, Lana Eberle, Fabienne Jährig und Lena-Charlotte Reißner das Rennen schnell angegangen und lagen schon rund eine Sekunde vor ihren Gegnerinnen aus Frankreich. Doch dann holten sie auf und waren eigentlich schon auf dem Weg zur sicheren Bronzemedaille. Allerdings unterlief der an vierter Stelle fahrenden Französin ein Fahrfehler, durch den sie stürzte. Dadurch wendete sich das Blatt noch einmal zugunsten des deutschen Quartetts, das schließlich in 4:27,731 Minuten die Bronzemedaille gewann. Den EM-Titel holte Italien (4:18,521) gegen Großbritannien (4:25,943).

In der Einerverfolgung der Juniorinnen belegten die beiden deutschen Starterinnen, Seana Littbarski-Gray und Hannah Kunz, die Plätze fünf und sieben. Europameisterin wurde Federica Venturelli (2:20,808) aus Italien, nachdem sie sich im Finale souverän gegen Isabel Sharp (2:23,571/Großbritannien) durchsetzten konnte. Bronze sicherte sich Lara Lallemant (2:24,778/Frankreich) ganz knapp gegen Alice Toniolli (2:24,888/Italien).