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Veröffentlicht am
23.01.2023 16:24:31

Engelhardt nach Rang elf in Valencia: «Ein super Saisoneinstieg»

Felix Engelhardt (Mitte) bestritt bei der Clàssica Comunitat Valenciana sein erstes Rennen mit Jayco-AlUla. Foto: twitter.com/GreenEDGEteam
Felix Engelhardt (Mitte) bestritt bei der Clàssica Comunitat Valenciana sein erstes Rennen mit Jayco-AlUla. Foto: twitter.com/GreenEDGEteam

Valencia (rad-net) - Felix Engelhardt hat am gestrigen Sonntag bei der 39. Auflage der Clàssica Comunitat Valenciana (UCI 1.1) in Spanien sein erstes Rennen mit der australischen WorldTour-Mannschaft Jayco-AlUla und obendrein sein erstes Profirennen bestritten. Prompt belegte der 22-Jährige einen starken elften Platz.

Das 190 Kilometer lange spanische Eintagesrennen zwischen Valencia und La Nucía sollte für Engelhardt eigentlich «erst einmal als Standortbestimmung, vor allem nach dem intensiven Trainingslager» dienen, wie der gebürtige Ulmer gegenüber rad-net erklärte. Dennoch war er im Vorfeld seines ersten Rennens - wie jedes Jahr - «natürlich etwas aufgeregt».

Für ihn als auch seine neue Mannschaft lief das Rennen «super». Schnell hatte sich eine Spitzengruppe vom Feld gelöst. «Also war das Rennen die ersten drei Stunden recht kontrolliert», so Engelhardt.

Für das Finale hatte sich Jayco-AlUla als Ziel gesetzt, für den Österreicher Lukas Pöstlberger und Felix Engelhardt zu fahren. «Das hat soweit super funktioniert. Das Team hat uns in den Anstieg herein klasse positioniert. Wir waren dann beide mit in der ersten großen Gruppe», berichtete der Neoprofi weiter. Außerdem war Teamkollege Matteo Sobrero in einer Gruppe, die sich am 18 Kilometer langen Alto de Bixauca gelöst hatte, vorne vertreten. Die wurde allerdings auf der Abfahrt, rund 20 Kilometer vor dem Ziel, wieder eingeholt. Auf dem Weg ins Ziel ging es dann noch einmal über zwei fiese Wellen. «Die Angriffe dort haben Pösti und Sobrero abgedeckt.»

«Im Finale haben Pösti und ich uns gut gefunden, aber ich war auch etwas zu weit hinten und schon recht am Limit, um im Sprint noch mitzumischen», gab Engelhardt zu, der dann auch noch eins, zwei Stürzen ausweichen musste, und den Zielstrich einen Platz hinter Pöstlberger als Elfter überquerte. «Aber auch ohne die Stürze wäre nicht viel mehr dabei herausgekommen. Dennoch war es ein super Einstieg. Das Team hat gut funktioniert und ich freue mich schon darauf, wenn es bei den nächsten Rennen weitergeht.»

Sein nächster Renneinsatz ist bei der am 15. Februar startenden Vuelta a Andalucia - Ruta Ciclista Del Sol (UCI 2.Pro) geplant. Nach der fünftägigen Rundfahrt in Spanien steht der ein oder andere Klassiker auf dem Plan, wie etwa Omloop Het Nieuwsblad (25. Februar), Kuurne-Brüssel-Kuurne (26. Februar) und Strade Bianche (4. März).

Trotz seines ersten starken Ergebnisses, hat sich Felix Engelhardt keine bestimmten Ziele für die Saison 2023 gesetzt. «Zunächst einmal gilt es Erfahrungen auf aller höchster Ebene zu sammeln und sich im Team und in den Abläufen wohl zu fühlen», erklärt der amtierende U23-Europameister. Dass er als Titelträger anders als andere Neuprofis beäugt wird, findet er unterdessen nicht: «Für mich war es immer wichtig, es an die Spitze des Feldes in der U23 zu schaffen, allerdings mehr für mich selbst. Grundsätzlich fängt jeder Neo-Pro erst einmal von vorne an, gemessen wird man dann schließlich an den Leistungen, die man auf dem Niveau bringt - egal ob für das Team oder sich selbst.»