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Veröffentlicht am
07.09.2022 12:31:20

Steher-EM: Deutsche wollen um Edelmetall fahren

Robert Retschke/Holger Ehnert bei der Steher-Europameisterschaft 2018 in Erfurt. Foto: Mareike Engelbrecht
Robert Retschke/Holger Ehnert bei der Steher-Europameisterschaft 2018 in Erfurt. Foto: Mareike Engelbrecht

Lyon (rad-net) - Am kommenden Freitag und Samstag (9. bis 10. September) finden die Europameisterschafen der Steher in Lyon in Frankreich statt. Voraussichtlich 18 Gespanne aus neun Nationen werden auf dem 333 Meter langen Betonoval um den kontinentalen Titel fahren. Die deutschen Farben werden Daniel Harnisch mit Schrittmacher Peter Bäuerlein, Robert Retschke mit Holger Ehnert und André Hagen mit Udo Becker vertreten.

In den vergangenen beiden Jahren waren die EM der Steher coronabedingt ausgefallen. Zuletzt 2019 wurde der EM-Titel vergeben und damals schnappte sich das niederländische Gespann Reinier Honig/Jos Pronk das Europameistertrikot. Die Titelverteidiger werden dieses Jahr nicht am Start sein, da Honig Verpflichtungen seines Profiteams auf der Straße nachgehen muss. Es wird also definitiv einen neuen Europameister geben.

Und das der aus Deutschland kommt, ist nicht unmöglich. Harnisch/Bäuerlein fuhren schon zweimal zur Bronzemedaille. Mit Retschke/Ehnert hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) ein weiteres heißes Eisen im Feuer, das um Edelmetall fahren kann, während Hagen/Becker ihre erste Europameisterschaft bestreiten. «Wir wollen auf jeden Fall eine Medaille, wenn nicht sogar Gold», gibt Mario Vonhof, Beauftragter für Steher- und Dernysport im Bund Deutscher Radfahrer (BDR), die Richtung vor.

«Aber natürlich darf man die Kontrahenten aus dem Ausland nicht unterschätzen, wie beispielsweise die einheimischen französischen Steher und jene aus den Niederlanden und der Schweiz», weiß Vonhof. So wollen die Franzosen bei ihrer Heim-EM sicherlich einen Fahrer aufs Podest bringen. Zuzutrauen ist das den aktuellen französischen Meistern Emilien Clère/Antoine Breton genauso wie ihren Vorgängern Joseph Berlin-Semon/Alain Gaudillat. Die Schweiz bringt mit Giuseppe Atzeni einen sehr erfahrenen Steher an den Start, der schon dreimal Europameister war und zuletzt 2016 als Dritter aufs Podest fuhr. Er bildet mit Mathias Luginbühl ein Gespann. Die Niederlande kommt hingegen mit Glenn van Nierop und Tom Wijfje mit zwei EM-Neulingen.

Gespannt sein darf man auch auf den Ungar Viktor Filutas, der vergangenes Jahr ungarischer Straßenmeister war. Auch die beiden Italiener Leonardo Fedrigo und Davide Finatti sowie der Belgier Arne de Groote könnten für eine Überraschung gut sein.

Die Vorläufe über 40 Kilometer finden am Freitag ab 16:30 Uhr statt. Die besten acht Gespanne fahren dann am Samstag im Finale über eine Stunde um den EM-Titel. Im Rahmen der EM werden zudem Bahnwettbewerbe des Coupe de France (UCI C2) ausgetragen.