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Amtliches Organ und Medienpartner des BDR
Veröffentlicht am
31.07.2020 14:19:06

Lappartient gibt zu: Auch die Austragung der Tour ist nicht sicher

UCI-Präsident David Lappartient ist sich bewusst, dass es erneut zu Rennabsagen kommen kann. Foto: Archiv/Sebastian Gollnow/dpa
UCI-Präsident David Lappartient ist sich bewusst, dass es erneut zu Rennabsagen kommen kann. Foto: Archiv/Sebastian Gollnow/dpa

Aigle (rad-net) - Mit Strade Bianche startet am Samstag die WorldTour der Damen und Herren zurück in die Saison. Im Interview mit der italienischen Zeitung «La Gazzetta dello Sport», gab UCI-Präsident David Lappartient jetzt bekannt, persönlich zum Rennen in der Toskana anzureisen. Außerdem sprach der Vorsitzende des internationalen Radsportverbands über den Sport während der andauernden Coronakrise und die Möglichkeit, Rennen wieder abzusagen.

Insgesamt 1370 Wettkämpfe des UCI-Rennkalenders sind der Coronakrise bislang zum Opfer gefallen, darunter auch 30 Prozent aller Wettbewerbe der WorldTour der Herren. Zwar soll die Saison am Samstag mit Strade Bianche wieder starten, doch durch steigende Infektionszahlen in Spanien, Frankreich und Belgien, die erneute lokale Lockdowns und Quarantäne-Bestimmungen nach sich ziehen, bleibt die Situation fragil. Selbst die Austragung der Tour de France sei derzeitig nicht sicher, so Lappartient. Die französische Sportministerin Roxana Maracineanu habe in den vergangenen Tagen bekannt gegeben, die Maskenpflicht auf Zuschauer am Straßenrand auszuweiten und die Einhaltung dieser Regeln zu kontrollieren.

Insgesamt sei der Präsident der UCI aber zunächst einmal froh, dass sein Sport weiter existieren könne. «Italien verdient es, Strade Bianche als erstes Rennen der WorldTour austragen zu dürfen, denn es war das erste Land, das vom Virus getroffen wurde und sehr darunter gelitten hat. Nun geht es Italien besser, als vielen anderen Nationen und das Land kann eine positive Nachricht verbreiten. Das Event in Siena kann eine Nachricht voller Hoffnung in die Welt des Radsports transportieren.»

Trotz aller Freude über die Wiederaufnahme der Wettbewerbe, sei die Situation jedoch alles andere als sicher. Die UCI hat zwar den Termin der Straßen-Weltmeisterschaften in der Schweiz für Ende September bestätigt, doch auch für die eigenen Rennen des Verbandes gebe es keinen Plan B. Damit räumte Lappartient die Gerüchte um eine Verschiebung der WM in den Oman oder ins nächste Jahr aus: «Die Rennen sind bestätigt und es gibt keine Alternative, falls es in der Schweiz schlimmer wird. Wir wissen, dass das Risiko besteht. Jedes Rennen steht auf der Kippe, sogar die Tour.»

Aufgrund des Risikos hat die UCI erst gestern neue Maßnahmen und Regeln zum Gesundheitsprotokoll hinzugefügt, an die sich auch Lappartient am Samstag halten muss. Der Funktionär darf somit in keinen engen Kontakt mit den Fahrern treten und muss seine Maske dauerhaft tragen: «Das sind Regeln und keine Empfehlungen. Radfahren ist nicht wie die Formel 1, die nur 20 Fahrer hat. Wir umfassen 2000 Männer und Frauen weltweit und deswegen brauchen wir strenge Regeln. Es gibt keine Wahl, die Regeln müssen akzeptiert und befolgt werden.»

Doch der neue Rennkalender ist trotz großer Erleichterung nicht nur auf Zustimmung getroffen. RCS Sports hatte sich in der Vergangenheit darüber beschwert, dass der Giro d'Italia zeitgleich mit den Klassikern stattfindet, während die Tour de France im September ohne Konkurrenz bleibt. Außerdem hatte man am Dienstag noch kurzfristig die Route von Mailand-Sanremo ändern müssen, nachdem der Bürgermeister von Ligura das Rennen durch seine Stadt verboten hatte.

Auch der 25. Oktober als «Supersonntag», der Paris-Roubaix, die Schlussetappe des Giro und eine Bergetappe der Vuelta a España enthält, war auf Kritik gestoßen. Lappartient gab zu, sich über diese suboptimalen Bedingungen im Klaren zu sein, jedoch keine bessere Lösung gefunden zu haben, die es allen Recht machen könnte: «Wenn jemand eine bessere Lösung hat, dann würde ich die gerne sehen. Ich übernehme die Verantwortung für die Entscheidungen und eine andere Lösung gab es nicht.»