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Offizielle Webseite des Bund Deutscher Radfahrer e.V.
Veröffentlicht am
08.10.2021 11:45:29

Friedrich will auch im Keirin um EM-Medaille fahren

Lea-Sophie Friedrich freute sich über Silber im Sprint. Foto: privat
Lea-Sophie Friedrich freute sich über Silber im Sprint. Foto: privat

Grenchen (rad-net) - Lea-Sophie Friedrich aus Dassow in Mecklenburg-Vorpommern hat bei den Bahn-Europameisterschaften in Grenchen gestern ihre zweite Medaille gewonnen. Nach Silber im Teamsprint zusammen mit Pauline Grabosch und Alessa Pröpster, holte sie auch Silber im Sprint. Morgen hat sie eine weitere Medaillenchance im Keirin.

Obwohl erst 21 Jahre jung, gehört Friedrich längst zur Weltspitze und hat in ihrer Lieblingsdisziplin, dem Sprint, auf ganzer Linie überzeugt. «Dieses Spiel Frau gegen Frau, der direkte Zweikampf, die Taktik, die eine große Rolle spielt, das mag ich», sagt sie und zermürbt ihre Gegnerinnen mit Coolness und Nervenstärke.

Mit 10,646 Sekunden fuhr Friedrich die schnellste Qualifikationszeit, schaltete im Achtelfinale die Spanierin Casas aus, war im Viertelfinale besser als die Russin Daria Shmeleva und setzte sich im Halbfinale gegen die Ukrainerin Olena Starikova in drei Läufen durch. Bei den Olympischen Spielen war Friedrich Starikova noch unterlegen, diesmal nicht. «Das war mental mein härtestes Rennen, weil sie mich bei Olympia geschlagen hat. Als ich den ersten Lauf gegen sie verloren hatte, musste ich echt mit mir kämpfen. Aber ich habe es geschafft und bewundere mich selbst dafür. Das war für mich eigentlich schon mein Finallauf, mein Sieg», freute sie sich über den Triumph im Halbfinale.

Im Finale unterlag sie dann der Niederländerin Shanne Braspennincx. «Ich war im Finale sehr, sehr müde und bin happy mit der Silbermedaille. Ich habe alles gegeben und bin sehr zufrieden mit mir. Ich konnte sehr, sehr viel aus diesen Rennen, die ich heute gefahren habe, herausnehmen», sagte Friedrich.

U23-Bundestrainer Carsten Begemann war voll des Lobes: «Sie hat taktisch Dinge gezeigt, die wir von ihr lange nicht gesehen haben. Das war ein großer Schritt in ihrer Entwicklung, gerade in Richtung WM und auch schon mit Blick auf Paris 2024. Sie hat heute Shmeleva und Starikova geschlagen, und das war für sie mental sehr wichtig.»

Lea Sophie Friedrich blickt auf eine bemerkenswerte Erfolgsbilanz. Bei ihrer ersten Junioren-Weltmeisterschaft 2017 auf der Bahn gewann sie Silber im 500-m-Zeitfahren, Silber im Teamsprint (mit Emma Götz) und Bronze im Sprint. Bei der Europameisterschaft im gleichen Jahr wurde sie in allen drei Kurzzeitdisziplinen mit Silber belohnt und räumte bei den nationalen Meisterschaften alles ab: Gold im Sprint, im Teamsprint und im 500-m-Zeitfahren. Diese Titel verteidigte sie 2018 erfolgreich und legte international noch eine Schippe drauf: Bei den UCI-Bahn-Weltmeisterschaften der Junioren 2018 war Lea Friedrich die erfolgreichste Sportlerin, konnte alle vier Titel in den Kurzzeitdisziplinen Sprint, 500-Meter-Zeitfahren, Keirin und Teamsprint (mit Emma Götz und Alessa Pröpster) mit nach Hause nehmen.

2019 setzte sie ihre Siegesserie in der U23 fort: Europameisterin im 500-Meter-Zeitfahren und Keirin und vier weitere EM-Medaillen, darunter auch die ersten in der Eliteklasse.

Noch erfolgreicher verlief für sie das Jahr 2020, trotz Corona. Bei den Bahn-Weltmeisterschaften in Berlin raste sie im 500-m-Zeitfahren zur Goldmedaille und gewann mit Emma Hinze und Pauline Grabosch ebenfalls den WM-Titel im Teamsprint. Im gleichen Jahr wurde sie vierfache U23-Europameisterin, im Sprint, Keirin, Zeitfahren und Teamsprint.

Den Traum vom Olympischen Edelmetall durfte sie sich allerdings erst ein Jahr später erfüllen. Bei den Spielen von Tokio gewann sie zusammen mit Emma Hinze Silber im Teamsprint, und musste sich später anhören, dass es «nur» zu Silber gereicht hatte. «Wenn das Gold zum Greifen nah ist, ist es im ersten Moment enttäuschend, aber wir haben uns auf dem Podium gesagt, dass wir eigentlich stolz sein können, diese Medaille zu tragen. Manche Athleten träumen davon, wir können sie tragen», sagte sie in Tokio und ärgerte sich über die Medien, die den großen Erfolg des Duos kleinredeten. «Wir haben Silber gewonnen, und es ist schade, dass manche Medien das nicht zu würdigen wissen», sagt sie.

Und freut sich wenige Wochen nach Tokio über zwei weitere Silbermedaillen bei der Europameisterschaft in Grenchen. Und diese EM ist für Friedrich noch nicht zu Ende: Am Samstag wird sie noch im Keirin antreten. Und danach wird sich die Sprinterin, die wegen unzureichender Rahmenbedingungen am Stützpunkt in Schwerin nach Cottbus gewechselt ist, auf die Weltmeisterschaft in Roubaix (Frankreich) konzentrieren, die bereits am 20. Oktober eröffnet wird. Gleich am ersten Tag wartet der Teamsprint. Und da geht das deutsche Trio mit Friedrich erneut auf Medaillenjagd.