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Veröffentlicht am
23.04.2022 23:15:19

Nationencup: Deutscher Doppelsieg in der Einerverfolgung

Mieke Kröger gewann in Glasgow die Einerverfolgung. Foto: Foto: Thibault Camus/AP/dpa/Archiv
Mieke Kröger gewann in Glasgow die Einerverfolgung. Foto: Foto: Thibault Camus/AP/dpa/Archiv

Glasgow (rad-net) - Mieke Kröger und Franziska Brauße haben beim Bahn-Nationencup in Glasgow (Großbritannien) in der Einerverfolgung einen deutschen Doppelsieg gefeiert.

Nachdem die beiden Deutschen in der Qualifikation die beiden schnellsten Zeiten gefahren waren, kam es zu einem rein deutschen Finale. In dem machte Kröger von Beginn an Tempo und holte über eine Sekunde Vorsprung auf Brauße heraus. Die fuhr allerdings eine starke zweite Hälfte und machte wieder eine Menge Boden gut. Doch Kröger konnte einen knappen Vorsprung verteidigen und gewann in 3:25,354 Minuten mit rund einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Brauße (3:25,471).

«Ich kenne Franzis Fahrstil, sie meinen. Ich wusste, dass sie am Ende sehr schnell wird und habe versucht, so lange wie möglich vorn zu bleiben. Und es hat gereicht. Wir haben einen guten Flow, der Teamspirit ist einmalig, den haben wir noch von Tokio mit in dieses Jahr genommen», sagte Kröger nach der Siegerehrung. «Zwei Siege in Glasgow, das ist echt krass», freute sie sich nach dem zweiten Triumph in der schottischen Metropole.

Im 500-Meter-Zeitfahren belegte Pauline Grabosch in 34,144 Sekunden den sechsten Platz. Der Sieg ging an Martha Bayona Pineda (Kolumbien), die sich mit einer Fahrzeit von 33,473 Sekunden deutlich vor Miriam Vece (33,851/Italien) und Kyra Lamberink (33,873/Niederlande) durchsetzte.

Im Zweiermannschaftsfahren fuhren die zweimaligen Weltmeister Roger Kluge/Theo Reinhardt auf den neunten Platz. Es gewannen die Franzosen Thomas Boudat/Benjamin Thomas mit 66 Punkten vor Shunsuke Imamura/Kazushige Kuboki aus Japan (63) und Michele Scartezzini/Simone Consonni aus Italien (49).

Marc Jurczyk konnte im Keirin das Kleine Finale gewinnen und kam damit auf den siebten Rang. Der zweite deutsche Starter, Joachim Eilers, war im Hoffnungslauf ausgeschieden und wurde somit auf Platz 13 gewertet. Nicht zu schlagen war Weltmeister Harrie Lavreysen aus den Niederlanden, der sich vor Kevin Santiago Quintero Chavarro (Kolumbien) und Matthew Richardson (Australien) durchsetzte.

Auf Platz 13 fuhr Lea Lin Teutenberg im Omnium. Die Wettbewerbe wurden von Katie Archibald (Großbritannien) dominiert und eigentlich sah sie mit bereits 102 gesammelten Punkten schon wie die sichere Siegerin aus - bis sie etwa zur Hälfte des abschließenden Punktefahrens heftig stürzte, nachdem sie das Hinterrad einer anderen Fahrerin touchiert hatte, und aufgeben musste. Yumi Kajihara aus Japan sicherte sich stattdessen den Sieg mit 101 Punkten vor Maike van der Duin (99/Niederlande) und Lotte Kopecky (97/Belgien).