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Veröffentlicht am
17.07.2022 21:45:17

Pröpster U23-Europameisterin im Sprint - Bronze für Junior Werner

Alessa-Catriona Pröpster eingerahmt von den beiden Französinnen Julie Michaux (li.) und Taky Marie Divine Kouame. Foto: BDR
Alessa-Catriona Pröpster eingerahmt von den beiden Französinnen Julie Michaux (li.) und Taky Marie Divine Kouame. Foto: BDR

Anadia (rad-net) - Nächster Europameistertitel bei den Bahn-Europameisterschaften der Klassen U23 und U19: Alessa-Catriona Pröpster siegte im Sprint der Frauen U23. Junior Danny-Luca Werner fuhr in der gleichen Disziplin zu Bronze.

Nachdem Pröpster im Halbfinale noch einen Entscheidungslauf erzwingen musste, um den Einzug ins Finale um Gold zu schaffen, war sie im Endlauf nicht zu bezwingen. Im ersten Lauf hatte sie noch knapp vor Julie Michaux die Nase vorn, den zweiten Lauf gewann sie gegen die Französin souverän. Damit holte sie ihren ersten Einzeltitel bei der U23-EM, nachdem sie schon zweimal im Teamsprint erfolgreich war. «Das Halbfinale gegen die Französin Taky Marie Kouame war eigentlich der schwerere Lauf, im Finale lief es dann aber richtig super. Ich bin total glücklich über den Sieg, konnte ich doch wegen einer Corona-Infektion zuletzt nicht richtig trainieren», sagte Pröpster.

Werner hatte sich souverän bis ins Halbfinale vorgefahren. Dort unterlag er jedoch dem Italiener Mattia Predomo, der später auch U19-Europameister werden sollte. Im Kleinen Finale um Bronze ließ 18-Jährige seinem tschechischen Gegner Matej Hytych allerdings keine Chance und gewann dort souverän und glatt in zwei Läufen. Predomo setzte sich im Finale ebenfalls deutlich gegen Marcin Marciniak (Polen) durch.

Im Omnium der Juniorinnen wurde Justyna Czapla Fünfte. Sie war nach den ersten drei Teilwettbewerben Scratch, Temporennen und Ausscheidungsfahren Vierte. Zwar konnte sie im abschließenden Punktefahren noch Punkte hinzugewinnen, sodass sie auf 105 Zähler kam, doch das reichte am Ende «nur» zu Rang fünf, zwei Punkte fehlten ihr nur zu Bronze. Die Italienerin Federica Venturelli siegte überlegen mit 147 Punkten vor Doriane Kaufmann (113/Frankreich) und Grace Lister (107/Großbritannien).

Tobias Müller fuhr im Omnium der Junioren auf den sechsten Platz. Er war vor dem alles entscheidenden Punktefahren ebenfalls Gesamtvierter. Das Rennen war hart umkämpft, aber trotz weiterer Punkte erging es ihm ähnlich wie Czapla und musste sich am Ende mit 97 Zählern mit Rang sechs zufriedengeben, punktgleich mit dem Fünften, Dominik Ratajczak (Polen). Gold holte der Niederländer Elmar Abma mit 116 Punkten vor Noah Hobbs (107/Großbritannien) und Daniil Yakovlev (102/Ukraine).

Im Punktefahren der Frauen U23 belegte Fabienne Jährig den sechsten Rang. Sie hielt sich weite Teile des Rennens zurück und schaffte dann den Sprung in die entscheidende Gruppe, die einen Rundengewinn herausholte und dafür 20 Pluspunkte bekam, wodurch sich die Berlinerin weit nach vorne arbeitete. Den Sieg sicherte sich Siliva Zanardi aus Italien mit 63 Punkten vor Daniek Hengeveld (57/Niederlande) und Kristina Nenadovic (38/Frankreich).

Benjamin Boos kam im Punktefahren der Männer U23 derweil nicht über Platz 18 hinaus. Zwischenzeitlich konnte er zwar punkten, verlor jedoch zum Schluss zwei Runden und fiel damit weit zurück. An der Spitze ging es sehr eng zu. Mit 48 Punkten sicherte sich Manlio Moro aus Italien den EM-Titel vor Kacper Majewski (Polen) und Maximilian Schmidbauer (Österreich), die auf 45 beziehungsweise 44 Zähler kamen. Der Viertplatzierte, Diogo Narciso (Portugal), hatte auch nur einen weiteren Punkt weniger.