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Amtliches Organ und Medienpartner des BDR
Veröffentlicht am
30.06.2019 17:26:33

Engadin Bike Giro: Weber und Schneider Gesamtsieger

Sascha Weber fuhr beim Engadin Bike Giro zum Gesamtsieg. Foto: Madlaina Walther
Sascha Weber fuhr beim Engadin Bike Giro zum Gesamtsieg. Foto: Madlaina Walther

Silvaplana (rad-net) - Der Freiburger Sascha Weber setzte auch beim Engadin Bike Giro seine Erfolg-Serie fort. Mit seinem zweiten Etappensieg, sieben Sekunden vor Auftaktsieger Thomas Litscher aus der Schweiz, machte Weber nach drei Tagen in Silvaplana den Gesamtsieg des S1 dotierten Etappenrennens perfekt. Bei den Damen würfelte Janine Schneider mit ihrem Etappensieg am letzten Tag das Klassement durcheinander und feierte auch den Gesamtsieg.

Mit 56 Sekunden Vorsprung auf den Schweizer Marc Stutzmann vom deutschen Team Texpa-Simplon war Sascha Weber (Maloja-Rocky Mountain) in Silvaplana in den dritten und letzten Tag gestartet. Am Samstag war er durch seinen Etappensieg ins Gelbe Trikot geschlüpft.

Nach rund zehn von 64,5 Kilometern wurde die Spitzengruppe in einer technischen Passage auseinander gerissen. Vorne entwischten Thomas Litscher (KMC Ekoi Orbea) und Nicola Rohrbach (Goldwurst-Power-Silverback), nachdem Marc Stutzmann die Lücke aufgehen ließ und Sascha Weber im Gelben Trikot nicht reagieren konnte. «Ich habe erst mal keinen Stress gemacht, ich hatte auf Litscher ja zweieinhalb Minuten Vorsprung und deshalb war ich auch nicht dran mit der Führungsarbeit», so Weber zu dieser Situation.

In der Verfolgergruppe war man sich also nicht einig und so wuchs der Vorsprung von Litscher auf über zweieinhalb Minuten, nachdem Rohrbach durch einen Defekt alle Chancen verloren hatte.

Litscher befand sich zwischenzeitlich virtuell im Leadertrikot, doch dann kam der lange Anstieg näher. «Als es in den Berg rein ging, habe ich gesagt: jetzt nehme ich keine Rücksicht mehr und bin die Lücke zugefahren», so Weber. «Am Anfang ging es noch nicht so gut, aber je höher ich kam desto besser.»

Ganz oben, auf 2500 Metern war Weber an Litscher dran und beim nächsten relevanten Anstieg spürte Weber, dass sein Konkurrent leiden musste. «Ich habe die Kurbel gedreht wie es ging und bin Meter für Meter weg gekommen», berichtet Weber. «Wie eine Bündner Gemse», so Litscher im Ziel mit einem Lachen, sei Weber geklettert und er sei sich vorgekommen «wie ein Elefant in der Savanne.»

Allerdings standen ja noch zehn Kilometer bevor, in denen es vorwiegend bergab ging.

Weber rechnete damit vom etatmäßigen Cross-Country-Fahrer Litscher eingeholt zu werden. «Ich dachte, das ist egal, Hauptsache Gesamtsieg. Aber dann bin ich doch Kampflinie gefahren», meinte Weber mit einem Lachen. Sieben Sekunden von knapp einer halben Minute verteidigte er bis ins Ziel und bekam ein Lob von Litscher: «Für einen Marathon-Fahrer fährst du super Downhill.»

Litscher schob sich in der Gesamtwertung noch auf Platz zwei und kann zuversichtlich in Richtung Weltcup Andorra schauen. «Ich habe gerade einen guten Lauf», konstatierte Sascha Weber, der vergangenen Sonntag den Ultra Bike gewonnen hatte.

Marc Stutzmann war der Schnellste der Verfolger (+5:49) und belegte auch in der Gesamtwertung Rang drei.

Damen: Janine Schneider zeigt und Mut und profitiert
Janine Schneider (German Technology Racing) war so mutig und griff bereits nach wenigen Kilometern am ersten Berg an. Adelheid Morath (KS Trek Racing), die nach zwei Etappensiegen mit 1:37 Minuten Vorsprung auf die Südafrikanerin Cherie Redecker (Conway Factory Racing) in die Schlussetappe startete, blieb erst mal ruhig. «Ich wollte mich eher zurück halten», erklärte sie.

Doch das Verhängnis in Form einer defekten Vorderbremse offenbarte sich ihr schon bald danach in der ersten Abfahrt. «Das hat mich unsicher gemacht», so Morath. Ohne Vorderrad-Bremse zu fahren, ist tückisch und riskant.

Damit war Morath chancenlos. Dass sie den Tag zuvor am Berg in den Beinen spürte, war eines. Doch weil sie im Geröll keine Kurve richtig anbremsen konnte und deshalb immer wieder neu beschleunigen musste, war ein zusätzliches Handicap. «Da musste ich viel Energie verschwenden», so die Freiburgerin, die am Ende als Tages-Fünfte 17:17 Minuten einbüßte und in der Gesamtwertung auf Position vier zurückfiel. «Einfach schade, dass ich auf diese Art das Rennen verloren habe», kommentierte Morath, «quasi vom Hero to Zero. Aber egal, es war eine super Veranstaltung.»

Diese «super Veranstaltung» endete so mit dem Etappensieg von Janine Schneider, die am Ende 8:10 Minuten Vorsprung gegenüber Sabine Spitz (Wiawis Bikes) ins Ziel brachte und damit vor der Olympiasiegerin auch die Gesamtwertung gewinnen konnte.

Sabine Spitz war ebenfalls mit einem Handidap unterwegs. Das taube Gefühl in beiden Händen, ausgelöst durch das Karpaltunnelsyndrom, verursachte bei der Dosierung der Bremse große Mühe. Auch beim Schalten hatte sie Probleme. «Am Anfang war es intensiver, deshalb habe ich erst mal die Verfolgergruppe verloren, dann wurde es etwas besser», berichtete Spitz.

Doch im Aufstieg fuhr sie näher an Morath heran, in der Traverse Richtung Celerina überholte sie Adelheid Morath und fuhr auch an Felicitas Geiger (Superior XC) vorbei, die wie schon am Samstag wieder einen Defekt zu beheben hatte. Im letzten Anstieg kletterte Spitz sowohl an Bettina Janas (sportograf.com) als auch an Cherie Redecker vorbei und ließ sie stehen.

Letztlich überquerte sie mit 8:10 Minuten Rückstand auf Janine Schneider (4:05:32) die Ziellinie, 29 Sekunden vor Cherie Redecker, die ihren zweiten Gesamtrang (+2:18) verteidigte. Spitz wurde am Ende Dritte (+4:26) vor Morath (+9:18).

Das Karpaltunnelsyndrom muss indes noch ein wenig warten, ehe es zumindest in der rechten Hand behoben werden kann. «Das wäre dann nach dem Bike-Marathon in Albstadt», meinte Spitz, «aber es sind noch ein paar Dinge abzuklären.»

Bettina Janas (Sportograf.com) erreichte das Ziel als Tages-Vierte mit 9:50 Minuten Rückstand auf Schneider und wurde Gesamt-Fünfte (+14:26).