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Alberto Contador ist vom CAS zu einer Zweijahressperre verurteilt worden. Foto: Angel Medina
06.02.2012 14:22
Contador am Boden: Zwei Jahre Sperre

Lausanne (dpa) - Schuldig - Alberto Contador steht vor den Trümmern seiner Rad-Karriere. Der Internationale Sportgerichtshof CAS erkannte eine Doping-Absicht und sperrte den Tour-Sieger für zwei Jahre bis zum 5. August 2012.

Die Kontrolle, die bei dem Spanier positive Befunde auf das Kälbermastmittel Clenbuterol erbrachte, fand 18 Monate zuvor statt. Als erstem Tour-Sieger war dem US-Profi Floyd Landis 2006 das Gelbe Trikot wieder abgenommen worden.

Dem 29-jährigen Contador, am Sonntag noch auf Mallorca im Einsatz, werden zudem sämtliche Erfolge seit dem 21. Juli 2010 aberkannt. Dazu zählen vor allem dessen dritter Sieg bei der Tour de France 2010 und sein zweiter Erfolg beim Giro d'Italia ein Jahr später. Ob der Spanier zusätzlich eine Geldstrafe von mindestens 2,4 Millionen Euro zahlen muss, werde noch geprüft. Das bestätigte der CAS in seiner Urteilsbegründung, für die das Gremium so quälend lange brauchte.

Das dreiköpfige Richter-Gremium des CAS, der das Urteil mehrmals verschob, entsprach mit seinem Urteil am Montag dem Einspruch des Weltverbandes UCI und der Welt-Anti-Doping-Behörde WADA. Die höchste sportgerichtliche Instanz hob den Freispruch des Königlich Spanischen Verbandes RFEC vom Februar 2011, der Contadors Version vom «verunreinigten Steak» gefolgt war, wieder auf. Es hätte keinen Beweis für eine auf eine Fleisch-Kontamination gegeben, und außerdem werde im Gegensatz zu anderen Ländern in Spanien Clenbuterol in der Mast nicht eingesetzt, hieß es in der Urteilsbegründung weiter.

Auch die Olympischen Spiele kommen für Contador, der das Urteil in seiner Heimatstadt Pinto erfuhr, zu früh: Das Straßenrennen in London beginnt am 28. Juli, das Zeitfahren am 1. August. Erst die Vuelta ab dem 18. August könnte das nächste größere Ziel für den Kapitän des dänischen Saxo-Bank-Team sein. Die CAS-Entscheidung ist auch für die Formation des ehemaligen Telekom-Stars und Teamchefs Bjarne Riis eine Katastrophe: Saxo-Bank war komplett auf Contador ausgerichtet. Sogar eine Tour-Startzulassung könnte jetzt auf dem Spiel stehen.

«Das ist ein trauriger Tag für unseren Sport. Manche werden von einem Sieg reden, aber das ist nicht der Fall. Es gibt beim Thema Doping keine Gewinner. Jeder Fall ist ein Fall zu viel», sagte UCI-Präsident McQuaid. Der Ire hatte noch nach der überraschenden Einstellung des juristischen Verfahrens gegen Lance Armstrong am Wochenende von einer besseren Zukunft für den Radsport gesprochen. Jetzt erhielt das Image seines leidgeprüften Verbandes einen weiteren schweren Kratzer - der weltbeste Rundfahrer wurde als Doper entlarvt.

«Wir hatten auf eine positive Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs gehofft», sagte der Präsident des spanischen Radsportverbandes (RFEC), Juan Carlos Castaño. Der Ex-Radprofi und Tour-de-France-Sieger von 1988, Pedro Delgado, sagte: «Im Kampf gegen das Doping verlieren die Verantwortlichen die Orientierung. Das Strafmaß ist völlig übertrieben, zumal wenn man bedenkt, dass das Gericht selbst einräumt, dass Contador das Doping nicht nachgewiesen werden konnte.»

Ambivalent war die Reaktion von Katusha-Teamchef Hans-Michael Holczer, der 2008 mit Stefan Schumacher und Co. einschlägige Doping-Erfahrungen machen musste. «Ich kann nicht jubeln, weil wieder Negativschlagzeilen produziert wurden. Aber es ist auch als gutes Zeichen zu werten, dass unabhängig von Person und Reputation ein solches Urteil gefällt wurde. Erfolg schützt vor Strafe nicht - diese Message ist im Anti-Doping-Kampf wichtig», sagte Holczer der Nachrichtenagentur dpa.

Der ehemalige HTC-Teamchef Rolf Aldag monierte vor allem den langen Zeitraum der Urteilsfindung. «Der Fall Contador hätte am 1. August 2010 und nicht am 6. Februar 2012 abgeurteilt werden können. Aber wenigstens ist die Beschädigung des Sports jetzt nach 18 Monaten beendet. Das Urteil ist ein klares Statement», sagte Aldag.

Durch die Streichung der großen Contador-Erfolge nach dem 21. Juli 2010 können jetzt der Luxemburger Andy Schleck (Tourzweiter 2010) und der Italiener Michele Scarponi (Giro-Zweiter 2011) auf ein Aufrücken hoffen. Das muss vom Radsport-Weltverband UCI aber noch abgesegnet werden.

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