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Ronja Eibl wird diese Saison keine Rennen mehr bestreiten. Foto: Foto: Archiv/Traian Olinici
29.09.2020 13:46
MTB: Ronja Eibl setzt ihrer Saison ein frühes Ende

Freiburg (rad-net) - Nach einem schwierigen Neustart in die Saison hat die Deutsche U23-Meisterin im Mountainbike Ronja Eibl ihre Saison überraschend beendet und sich in die Winterpause verabschiedet. Damit fällt die Fahrerin von Alpecin-Fenix sowohl bei den nächsten zwei Weltcups, als auch den Weltmeisterschaften, Europameisterschaften und Deutschen Meisterschaften in diesem Jahr aus.

Schon im Juli zeigte die Teamkollegin von Mathieu van der Poel, die vergangene Saison den U23-Weltcup souverän für sich entschied, dass sie die Zwangspause durch die Corona-Pandemie nicht optimal überwunden hat. Beim Rennen in Město Touškov sowie dem Swiss Bike Cup in Leukerbad konnte Eibl Anfang Juli nicht zurück in ihre Vor-Corona-Form finden. Mit einem sechsten Platz in Tschechien und einem frühzeitigen Ausstieg in der Schweiz konnte das deutsche Nachwuchstalent jedenfalls nicht zufrieden sein.

Damals rätselte die Fahrerin noch über ihre Verfassung, doch eine Analyse der Probleme ergab schnell die Lösung: Eibl hatte sich in der Coronapause übernommen. «Ich habe zu viel und zu intensiv trainiert und zu wenige Regenerationsphasen eingelegt. Seit März, als die ganzen Beschränkungen kamen, hatte ich keine richtige Ruhewoche. Mein Umfang war deutlich höher als die Jahre zuvor, weil keine Rennen waren. Ich habe auch viel hochintensives Training gemacht», erklärte Eibl schon im August im Interview mit dem «Zollernalbkurier».

Auf die Diagnose des Übertrainings folgten drei Wochen strenge Ruhepause für die Fahrerin, bevor sie langsam wieder intensiver trainieren durfte. Eine weitere Leistungsdiagnose brachte jedoch erneut dasselbe Ergebnis. Letztendlich gab ein Infekt den ausschlaggebenden Punkt, sodass Eibl die Saison Ende September beendete und den gut gefüllten Oktober verpasst.

Im nächsten Jahr will die 21-Jährige die Olympischen Spiele in Tokio in Angriff nehmen, doch bis dahin muss sie ihre Belastungen ausbalancieren: «Ich hoffe, dass ich gemeinsam mit meinen Trainern das Leistungstief in den Griff bekomme, und im nächsten Jahr wieder erfolgreich mountainbiken werde. (…) Die Spiele in Tokio bleiben mein Ziel.»

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